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Diamantengräber erholen sich nur langsam

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Weltgrößter Förderer De Beers rechnet mit steigender Produktion

London/Johannesburg (pte/13.02.2010/06:00) - Der Schock aus der Wirtschaftskrise steckt der Diamantenindustrie noch immer tief in den Knochen. So schnell dürfte sich die Branche davon auch nicht erholen, wenngleich der weltgrößte Förderer De Beers in diesem Jahr wieder mit einer steigenden Produktion rechnet. Der Konzern bringt rund 40 Prozent der weltweit geförderten Diamanten zu Tage und teilt sich das Geschäft hauptsächlich mit Russland. 2010 rechnet das Unternehmen zwar mit einem Anstieg um bis zu 22 Prozent. Den kräftigen Dämpfer aus der Krise kann es damit aber längst nicht ausgleichen. Mit einer Kapitalerhöhung von einer Mrd. Dollar drosselt De Beers nun die Schulden - auf zwei Mrd. Dollar.

 

 

 

 

Rote Zahlen

Der massive Preis- und Nachfrageeinbruch in der Wirtschaftskrise hat der Schmuckindustrie und der davon abhängigen Diamantenbranche das Geschäft verhagelt. Alleine De Beers bremste die Produktion zeitweise um 90 Prozent und legte Minen still (pressetext berichtete: http://pressetext.com/news/090528015/). Der Gewinn von mehr als einer halben Mrd. Dollar aus dem Jahr 2008 verwandelte sich im Vorjahr prompt in einen Verlust von 220 Mio. Dollar. Wenig überraschend stürzte der Umsatz mit minus 45 Prozent auf 3,2 Mrd. Dollar. Angesichts der Stabilisierung von Edelsteinpreisen und Nachfrage sieht man nun aber Licht am Ende des Tunnels.

Ausblick unerwartet freundlich

De Beers geht davon aus, die Diamantenförderung in diesem Jahr auf gut 30 Mio. Karat ankurbeln zu können. 2011 rechnet der Konzern mit einem weiteren Plus auf 40 Mio. Karat. Aufgrund der Rezession brach die Förderung im Krisenjahr 2009 aber etwa um die Hälfte auf 24,6 Mio. Karat ein. Vorkrisenniveau zeichnet sich frühestens 2012 bis 2013 ab. Der Ausblick auf 2010 sei mittlerweile dennoch freundlicher als noch vor wenigen Monaten erwartet, zitiert Bloomberg Analysten. Die Preise könnten nach einer bereits erfolgten Erholung bis Jahresende um weitere fünf bis zehn Prozent steigen. Zudem treten Indien und China als stärkere Abnehmer auf als früher. (Ende)

pressetext.com